Ratgeber · Organisation

LV, Objektplan, Personenplan: vom Leistungs­verzeichnis zum Reinigungsplan

Wie aus dem Leistungsverzeichnis ein Objektplan mit Methode, Reihenfolge und Minuten je Raum wird und daraus der Tagesplan für jede Reinigungskraft. Durchgerechnet am Bürogebäude aus dem Leistungsverzeichnis-Muster.

Aktualisiert am 22. Oktober 2026 · 10 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Das Leistungsverzeichnis regelt, was du dem Kunden schuldest. Der Objektplan legt fest, wie es gemacht wird: Methode, Reihenfolge, Minuten je Raumgruppe. Der Personenplan sagt jeder Reinigungskraft, was sie heute von wann bis wann erledigt.
  • Im Beispiel werden aus 600 m² Büro und 10,42 Stunden pro Woche zwei Tagesarten mit 194 und 79 Minuten, verteilt auf zwei Reinigungskräfte mit 347 und 278 Minuten pro Woche.
  • Nicht jede Änderung betrifft alle drei Pläne. Eine Krankmeldung ändert nur den Personenplan, ein neuer Rhythmus alle drei und braucht einen Nachtrag mit Preis.

Was ist der Unterschied zwischen LV, Objektplan und Personenplan?

Die drei Pläne beantworten verschiedene Fragen und ändern sich verschieden oft. Das Leistungsverzeichnis ändert sich nur mit dem Vertrag, der Objektplan, wenn sich Methode oder Zeitbedarf ändern, der Personenplan mit jeder Krankmeldung und jedem Personalwechsel.

Ein Leistungsverzeichnis (LV) ist nach Räumen gegliedert und für den Vertrag geschrieben. Deine Reinigungskraft braucht etwas anderes: eine Liste für heute, in der Reihenfolge, in der sie durchs Gebäude geht, mit der Zeit, die dafür vorgesehen ist. Dazwischen liegt der Objektplan. Jeder der drei Pläne beantwortet eine andere Frage:

PlanBeantwortetWer damit arbeitet
Leistungs­verzeichnisWas wird wo wie oft gereinigt, zu welchem Preis?Kunde, Vertrieb, Kalkulation
ObjektplanWie, in welcher Reihenfolge und in wie vielen Minuten?Objektleitung, Vorarbeitende
PersonenplanWer macht heute was, von wann bis wann?Reinigungskraft, Vertretung

Die Namen schwanken von Betrieb zu Betrieb. Der Objektplan heißt auch Reinigungsplan oder, wenn das Objekt in Reviere aufgeteilt ist, Revierplan. Der Personenplan heißt auch Tagesplan oder Arbeitsplan. Nicht dasselbe ist der Dienstplan: Er sagt, wann jemand arbeitet, der Personenplan, was in dieser Zeit zu tun ist.

  1. Leistungs­verzeichnis600 m², 5 Raumgruppen
    10,42 Std. pro Woche
  2. ObjektplanMinuten, Methode, Reihenfolge
    Mo, Do 194 Min., sonst 79
  3. PersonenplanReinigungskraft A und B
    Uhrzeiten und Vertretung

Abgehakte Aufgaben und Reklamationen zeigen, wo der Objektplan nicht stimmt. Dann passt du Minuten oder Methode an, bei mehr Leistung auch LV und Preis.

Vom Vertrag zum Tagesplan, mit den Zahlen aus dem Beispiel dieses Artikels.

Wie erstellst du einen Objektplan?

Ein Objektplan, auch Reinigungsplan oder Revierplan genannt, ist der interne Arbeitsplan für ein Objekt. Er legt je Raumgruppe fest, an welchen Tagen gereinigt wird, mit welcher Methode, in welcher Reihenfolge und in wie vielen Minuten. Grundlage sind das Leistungsverzeichnis und die Leistungswerte aus der Kalkulation.

Das Beispiel ist das Bürogebäude aus dem Leistungsverzeichnis-Muster: 600 m² in fünf Raumgruppen, Zeitfenster Mo–Fr von 17 bis 21 Uhr, Büros und Besprechungsraum montags und donnerstags, Flure, Teeküche und Sanitär an allen fünf Tagen. Daraus wird der Objektplan in fünf Schritten.

  1. Tage bündeln

    Leg fest, welche Raumgruppen an welchem Tag dran sind. Im Beispiel gibt es zwei Tagesarten: lange Tage (Mo, Do) mit allen fünf Raumgruppen und kurze Tage (Di, Mi, Fr) mit Flur, Teeküche und Sanitär.

  2. Minuten je Raumgruppe rechnen

    Fläche geteilt durch den Leistungswert ergibt die Stunden je Reinigung, mal 60 die Minuten. Es sind dieselben Werte wie in der Kalkulation, sonst passen Preis und Plan nicht zusammen.

    380 m² ÷ 220 m²/h = 1,73 Std. = 104 Min.

  3. Methode und Material festlegen

    Je Raumgruppe: welche Tücher, welches Mittel in welcher Dosierung, welches Gerät. Verbreitet ist ein Farbsystem für Tücher und Eimer, damit nichts vom WC an den Schreibtisch kommt, etwa rot für WC und Urinal, gelb für Waschbecken und Fliesen im Sanitärraum, blau für Büromöbel, grün für Küche. Genormt ist die Zuordnung nicht, deshalb gehört sie in den Objektplan.

  4. Reihenfolge bestimmen

    Von sauber nach schmutzig: Teeküche vor Sanitär, Büros vor Toiletten. Von oben nach unten: erst Flächen, dann Boden. Verkehrsflächen zuletzt, rückwärts zum Ausgang, damit niemand über den frisch gewischten Boden läuft.

  5. Kontrollpunkte setzen

    Was prüft die Objektleitung bei der Qualitätskontrolle, wie oft, und bis wann wird nachgebessert? Am besten genau die Punkte, die der Kunde im LV als Qualitätsmaßstab stehen hat.

Das Ergebnis für das Beispiel:

Raumgruppe, MethodeMin. Mo, DoMin. Di, Mi, Fr
Büros
Papierkörbe, Teppich saugen, Tische feucht · blau
104–
Besprechung
wie Büros · blau
11–
Flure, Eingang
Boden feucht wischen, Matten saugen
2424
Teeküche
Flächen, Spüle, Fronten · grün, dann Boden
1515
Sanitär
WC, Urinal · rot, Waschbecken · gelb, Boden nass
4040
Summe je Tag19479

Minuten = Fläche ÷ Leistungswert, auf zwei Stellen gerundet, × 60. Pro Woche 2 × 194 + 3 × 79 = 625 Minuten, das sind die 10,42 Stunden aus der Kalkulation.

Der Objektplan beschreibt die Arbeit, nicht die Personen. Er bleibt gleich, wenn eine Reinigungskraft wechselt. Rüst- und Wegezeiten stecken nur dann in den Minuten, wenn deine Leistungswerte aus der Nachkalkulation echter Objekte stammen. Bei Werten aus Tabellen planst du einen Puffer ein.

Zwei Vorgaben, die in den Objektplan gehören

Für Reinigungsmittel, die Gefahrstoffe sind, brauchst du eine schriftliche Betriebsanweisung in einer Sprache, die deine Leute verstehen. Unterwiesen wird vor dem ersten Einsatz und danach mindestens jährlich, mit Unterschrift (§ 14 GefStoffV).

Kitas, Schulen und Heime müssen ihre Hygieneregeln in einem Hygieneplan festlegen (§ 36 IfSG). Reinigst du dort, frag den Plan bei der Objektübernahme ab. Was er zu Reinigung und Desinfektion vorgibt, übernimmst du in deinen Objektplan.

Revier, Kolonne oder gemischt

Bevor du die Arbeit auf Personen verteilst, entscheidest du die Organisationsform. Sie bestimmt, wie der Personenplan aussieht.

FormSo läuft esPasst für
RevierJede Kraft hat feste Räume und macht dort alles.Büros, Praxen, kleine Objekte
KolonneEin Team arbeitet sich gemeinsam durch, jede Kraft macht bestimmte Tätigkeiten.große Flächen, Maschinen­einsatz, Sonder­reinigung
GemischtFeste Reviere, dazu Aufgaben für eine Kraft im ganzen Objekt.mittlere Objekte mit Sanitär und Verkehrs­flächen

Das Beispiel ist gemischt: Reinigungskraft A hat Teeküche und Sanitär als festes Revier, Reinigungskraft B die Büros. Die Flure macht, wer an dem Tag zuletzt im Gebäude ist.

Wie erstellst du einen Personenplan?

Ein Personenplan, auch Tagesplan oder Arbeitsplan genannt, teilt die Minuten aus dem Objektplan auf einzelne Reinigungskräfte und Uhrzeiten auf. Er sagt jeder Reinigungskraft, welche Räume sie an welchem Tag in welcher Reihenfolge reinigt.

Im Beispiel arbeiten zwei Reinigungskräfte. Beide beginnen um 17 Uhr, die Reihenfolge folgt der Regel von sauber nach schmutzig, Flure zuletzt:

Wer, wannAblauf
Reinigungskraft A
Mo, Do · 55 Min.
17:00 Teeküche
17:15 Sanitär
17:55 Ende
Reinigungskraft A
Di, Mi, Fr · 79 Min.
17:00 Teeküche
17:15 Sanitär
17:55 Flure, Eingang
18:19 Ende
Reinigungskraft B
Mo, Do · 139 Min.
17:00 Büros
18:44 Besprechung
18:55 Flure, Eingang
19:19 Ende

A: 2 × 55 + 3 × 79 = 347 Minuten pro Woche, B: 2 × 139 = 278 Minuten. Zusammen 625 Minuten, genau die Woche aus dem Objektplan.

An den langen Tagen wischt B die Flure, weil sie bis 19:19 Uhr im Gebäude ist. Würde A sie um 17:55 Uhr wischen, liefe B danach mit den Müllsäcken über den nassen Boden. An den kurzen Tagen ist A allein und macht die Flure selbst.

Aus dem Personenplan folgen auch die Vertragsstunden: A arbeitet im Monat 25,03 Stunden, B 20,05 Stunden. Mit dem Tariflohn der Lohngruppe 1 von 15,00 € sind das 375,45 € und 300,75 €, beide bleiben unter der Minijob-Grenze von 603 €.

Was die Reinigungskraft in der Hand hält, ist ihr Tagesplan. So sieht er für B am Montag aus:

Tagesplan Reinigungskraft B, Montag

Bürogebäude, 17:00 bis 19:19 Uhr

  1. 1

    Büros

    Papierkörbe leeren und Müll trennen, Teppich saugen, freie Tische feucht wischen. Donnerstags auch Fenster­bänke, Türgriffe, Schalter. Blaue Tücher.

    17:00–18:44
    104 Min.

  2. 2

    Besprechung

    Wie die Büros, Stühle an den Tisch.

    18:44–18:55
    11 Min.

  3. 3

    Flure, Eingang

    Zuletzt, rückwärts zum Ausgang wischen. Sauberlauf­matten saugen. Danach Licht aus, Alarm an.

    18:55–19:19
    24 Min.

Der Personenplan je Reinigungskraft: Räume in der Reihenfolge des Rundgangs, mit Uhrzeit und Minuten.

Auf jeden Tagesplan gehören:

  • Objekt, Zugang und Abschluss: Schlüssel, Alarmanlage, Licht, Fenster
  • Räume in der Reihenfolge des Rundgangs, je mit Uhrzeit und Minuten
  • Methode und Farbe der Tücher als Stichwort, nicht als Absatz
  • Was heute anders ist: Sonderwunsch, Termin im Objekt, gesperrter Raum
  • Wen sie anruft, wenn etwas fehlt oder kaputt ist

Vertretung vorher festlegen

Eine Vertretung, die erst um 16:30 Uhr am Telefon geklärt wird, endet oft mit „mach, was du schaffst“. Leg deshalb im Personenplan fest, solange alle da sind, wer übernimmt, ob es dann noch ins Zeitfenster passt und was Vorrang hat. Im Beispiel ist sie einfach, weil das Zeitfenster bis 21 Uhr Luft lässt:

  • B fehlt am Montag: A macht den ganzen Tag. 194 Minuten ab 17 Uhr, Ende 20:14 Uhr, das passt ins Zeitfenster. Reihenfolge Teeküche, Sanitär, Büros, Besprechung, Flure.
  • B hat zwei Wochen Urlaub: A übernimmt die vier langen Tage bis zum letzten Urlaubstag, danach gilt wieder der normale Plan. Das sind 556 Minuten mehr, also 9,27 Stunden und 139,05 €. A bleibt in diesem Monat mit rund 514,50 € unter der Minijob-Grenze.
  • A fehlt am Dienstag: B übernimmt, weil sie das Objekt und den Schlüssel kennt. Sie ist dienstags frei, also fragst du sie vorher, ob sie im Ernstfall einspringen kann.
  • Beide fehlen oder es wird knapp: Vorrang haben Sanitär, Teeküche und Papierkörbe. Teppich saugen kann auf den nächsten Tag rutschen, aber nur, wenn der Kunde es vorher weiß, denn das LV sagt Montag.

Wie du Vertretungsketten und einen Springerpool für mehrere Objekte aufbaust, steht im Artikel Vertretungsplanung.

Welche Änderung welchen Plan betrifft

Die Trennung in drei Pläne zahlt sich aus, wenn sich etwas ändert. Dann weißt du, was du anfassen musst und was nicht:

ÄnderungLVObjekt­planPersonen­plan
B ist heute krank
Neue Kraft ersetzt B dauerhaft
Neuer Sanitär­reiniger, neue Betriebs­anweisung
Büros brauchen 130 statt 104 Minuten
Kunde will die Büros 3× statt 2× pro Woche
Kunde verlegt die Reinigung auf 21 bis 24 Uhr

Die letzten beiden Zeilen ändern, was du schuldest. Sie gehören als Nachtrag mit neuem Preis ins LV, bei der Verlegung in die Nacht mit 30 % Nachtzuschlag ab 22 Uhr laut Rahmentarifvertrag. Die vierte Zeile ändert den Preis nicht, aber deine Marge: Dann ist der Leistungswert falsch, und du korrigierst ihn auch in der Kalkulation für das nächste Angebot. Und die neue Betriebsanweisung bedeutet eine Unterweisung für alle, die das Mittel benutzen.

Drei Fehler in der Planung

Das LV hängt als Aushang im Putzraum

Reklamation

So läuft es oft„Leistungsverzeichnis, 16 Positionen, siehe Anlage“

Besser so„Montag: 17:00 Büros, 18:44 Besprechung, 18:55 Flure“

Wer das LV erst in einen Tagesablauf übersetzen muss, macht das jeden Tag anders. Die Fensterbänke am Donnerstag fallen als Erstes weg, weil sie nur einmal pro Woche dran sind und kein Tagesplan daran erinnert.

Zeit nur je Schicht

113,18 € im Monat

So läuft es oft„Montag 17 bis 20 Uhr, 3 Stunden“

Besser so„Büros 104 Min., Besprechung 11, Flure 24“

Braucht B für die Büros 130 statt 104 Minuten, siehst du das nur mit Minuten je Raumgruppe. Das sind 26 Minuten an zwei Tagen, 3,77 Stunden im Monat und bei 30,02 € je Stunde 113,18 €, die du leistest, aber nicht berechnest.

Vertretung ohne Regel

Lücken

So läuft es oft„Bei Ausfall springt jemand ein“

Besser so„Fehlt B am Montag, macht A alles, Ende 20:14 Uhr“

Ohne Regel entscheidet, wer gerade Zeit hat, und der kennt das Objekt nicht. Dann bleibt liegen, was im Tagesplan unten steht, und das ist genau das, was der Kunde am nächsten Morgen sieht.

Objektplan und Personenplan in Mendato

In Mendato hängen die drei Pläne am selben Auftrag:

  • Objektplan: Das Raumbuch mit Raumart, Bodenbelag und Fläche liegt am Objekt. Im Auftrag legst du je Leistung die Aufgaben mit Rhythmus, Räumen und Bereich an, dazu das Ausführungs­zeitfenster. Die Raumplanung rechnet aus Fläche und Leistungswert die Stunden je Reinigung. Methode und Farbsystem schreibst du in die Anweisungen zum Auftrag.
  • Personenplan: Für jede Reinigungskraft legst du eine eigene Schicht an, mit abweichenden Zeiten oder Ausführenden je Wochentag, und wählst die Aufgaben dieser Schicht. Im Einsatz sieht die Reinigungskraft in der App genau diese Aufgaben und hakt sie ab. Der Tab Leistungsverzeichnis im Auftrag zeigt alle Aufgaben nach Wochentagen und markiert Tage ohne Schicht.
  • Änderungen: Was du am Auftrag, an einer Schicht oder an einem einzelnen Einsatz änderst, sieht die Reinigungskraft sofort in der App. Bei einer Schichtänderung wählst du das Datum des Inkrafttretens, zukünftige, noch nicht abgerechnete Einsätze erhalten die neuen Aufgaben.
  • Vertretung: Im Dienstplan weist du eine Reinigungskraft nur einem Einsatz zu, der Schicht bis zu einem bestimmten Datum, etwa für die Urlaubswochen von B, oder der ganzen Schicht ab diesem Einsatz. Fällt jemand kurzfristig aus, markierst du die Person im Einsatz als Ausfall und suchst Ersatz mit den Filtern „Ohne zeitgleichen Einsatz“, „Ohne Abwesenheit“ und „Kennt das Objekt“.
  • Reklamationen: Als Ticket am Objekt, auf Wunsch mit Raum, und aus dem Ticket planst du direkt den Einsatz zur Nachbesserung.

Aufgaben, Leistungsverzeichnis und Tickets gehören ab dem Starter-Paket dazu. Wie Schichten und Einsätze geplant werden, zeigt das Modul Personalplanung.

Häufige Fragen

Was ist ein Objektplan in der Gebäudereinigung?
Der Objektplan, oft auch Reinigungsplan oder Revierplan genannt, übersetzt das Leistungsverzeichnis in die Arbeit im Objekt. Er legt je Raumgruppe fest, an welchen Tagen gereinigt wird, mit welcher Methode und welchen Tüchern, in welcher Reihenfolge und in wie vielen Minuten. Er ist ein internes Dokument der Objektleitung, der Kunde bekommt ihn in der Regel nicht.
Was ist der Unterschied zwischen Objektplan und Personenplan?
Der Objektplan beschreibt die Arbeit im ganzen Objekt, unabhängig davon, wer sie macht. Der Personenplan teilt diese Arbeit auf die einzelnen Reinigungskräfte auf: wer an welchem Tag welche Räume in welcher Reihenfolge reinigt, mit Uhrzeiten und Vertretung. Wechselt eine Reinigungskraft, ändert sich nur der Personenplan.
Ist der Personenplan dasselbe wie ein Dienstplan?
Nein. Der Dienstplan sagt, wann jemand arbeitet, zum Beispiel montags von 17 bis 19:19 Uhr im Bürogebäude. Der Personenplan sagt, was in dieser Zeit zu tun ist und in welcher Reihenfolge. In vielen Betrieben stehen beide auf einem Blatt oder in einer App, gemeint sind trotzdem zwei verschiedene Fragen.
Wie berechne ich die Zeit je Aufgabe im Objektplan?
Fläche geteilt durch den Leistungswert in m² pro Stunde ergibt die Stunden je Reinigung, mal 60 die Minuten. 380 m² Büro bei 220 m² pro Stunde sind 1,73 Stunden, also 104 Minuten. Die Leistungswerte nimmst du aus deiner Kalkulation und prüfst sie in den ersten Wochen gegen die tatsächlich gebrauchte Zeit.
Wer erstellt Objektplan und Personenplan?
Den Objektplan erstellt die Objektleitung nach der Objektbegehung, auf Grundlage des Leistungsverzeichnisses und der Kalkulation. Den Personenplan pflegt sie ebenfalls oder die Vorarbeiterin vor Ort, weil er sich bei jedem Ausfall und jedem Personalwechsel ändert.
In welcher Sprache muss die Arbeitsanweisung für Reinigungskräfte sein?
Für den Tagesplan gibt es keine Vorschrift. Für Reinigungsmittel, die Gefahrstoffe sind, verlangt § 14 GefStoffV eine schriftliche Betriebsanweisung in einer für die Beschäftigten verständlichen Form und Sprache. Unterwiesen wird vor Arbeitsbeginn und danach mindestens jährlich, schriftlich festgehalten und mit Unterschrift bestätigt.
Wie erstelle ich einen Reinigungsplan für ein Bürogebäude?
In drei Schritten: Aus dem Leistungsverzeichnis rechnest du je Raumgruppe die Minuten (Fläche geteilt durch Leistungswert, mal 60) und bündelst die Raumgruppen zu Tagesarten. Dann legst du Methode, Tücherfarbe und Reihenfolge fest, von sauber nach schmutzig und Flure zuletzt. Zum Schluss verteilst du die Minuten auf Reinigungskräfte und Uhrzeiten. Für 600 m² Büro mit Reinigung Mo bis Fr sind das im Beispiel dieses Artikels 194 Minuten an langen und 79 Minuten an kurzen Tagen, verteilt auf zwei Reinigungskräfte.
Was tun, wenn eine Reinigungskraft ausfällt?
Die Antwort sollte schon im Personenplan stehen, bevor jemand fehlt: wer übernimmt, bis wann es zeitlich passt und welche Aufgaben Vorrang haben, wenn nicht alles schaffbar ist. Weicht ihr dabei vom Leistungsverzeichnis ab, etwa weil der Teppich erst am nächsten Tag gesaugt wird, sag es dem Kunden vorher.

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