📚 Lexikon

Qualitätskontrolle – So sicherst du die Leistung in deinen Objekten

Reklamationen vermeiden, Kunden halten, Leistung verbessern – Qualitätskontrolle ist kein Lästiger Papierkram, sondern dein wichtigstes Werkzeug für Kundenbindung.

18. Februar 2026 6 Min. Lesezeit Organisation

Definition

Qualitätskontrolle (QK) in der Gebäudereinigung ist die systematische Überprüfung der erbrachten Reinigungsleistungen anhand definierter Kriterien – z. B. durch Objektbegehungen, Checklisten oder digitale Bewertungssysteme.

Zusammenfassung – Qualitätskontrolle auf einen Blick

Qualitätskontrolle ist die systematische Überprüfung, ob die Reinigung dem Leistungsverzeichnis entspricht. Sie ist der beste Schutz gegen Reklamationen und Vertragskündigungen.

Methoden: Sichtprüfung, Checklisten-Begehung, Notensystem (1–5) oder digitale QK mit Fotos. Frequenz: mindestens 1x/Monat, bei Neukunden oder nach Reklamationen häufiger.

Der größte Fehler: Qualitätskontrolle erst nach einer Beschwerde machen. Dann ist es zu spät.

01 – GrundlagenWarum Qualitätskontrolle entscheidend ist

In der Gebäudereinigung gibt es eine unbequeme Wahrheit: Der Kunde merkt nicht, wenn gut gereinigt wird – aber sofort, wenn schlecht gereinigt wird. Reinigung ist eine „unsichtbare“ Dienstleistung. Man bemerkt sie erst, wenn sie fehlt.

Genau deshalb ist Qualitätskontrolle so wichtig. Sie ist dein Frühwarnsystem: Du erkennst Probleme, bevor der Kunde sich beschwert. Und du kannst gegensteuern, bevor aus einer kleinen Nachlässigkeit eine Vertragskündigung wird.

Studien aus der Branche zeigen: Reinigungsbetriebe, die systematische QK betreiben, haben deutlich niedrigere Kündigungsraten als solche, die nur reagieren, wenn Beschwerden kommen.

Kategorie

Organisation

Auch bekannt als

QK, Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement, Objektbegehung

Relevant für

Objektleiter, GF, Kundenbetreuer

Mendato-Modul

Operations

02 – MethodenMethoden & Bewertungssysteme

Es gibt verschiedene Ansätze für die Qualitätskontrolle – von einfach bis professionell. Die Wahl hängt von der Betriebsgröße, den Kundenanforderungen und dem Aufwand ab, den du investieren willst.

MethodeAufwandObjektivitätDokumentationGeeignet für
Sichtprüfung (informell)NiedrigGeringKeineKleine Betriebe, Stichproben
Checkliste (Papier)MittelMittelPapierbasiertMittlere Betriebe
Notensystem (1–5)MittelHochStandardisiertGrößere Objekte
Digitale QK (App)MittelHochAutomatischProfessionelle Betriebe
DIN-basiert (z. B. 13549)HochSehr hochNormkonformAusschreibungen, Großkunden

Das Notensystem in der Praxis

Die bewährteste Methode für die meisten Betriebe: Ein einfaches Notensystem von 1 bis 5 pro Bereich. Der Objektleiter begeht das Objekt und bewertet jeden Raum oder Bereich. Note 1 = einwandfrei, Note 5 = mangelhaft. Aus den Einzelnoten ergibt sich eine Gesamtnote pro Objekt.

💡 Praxistipp: Bewertungsskala

1 – Ausgezeichnet: Keine Beanstandungen. 2 – Gut: Kleinigkeiten, aber akzeptabel. 3 – Befriedigend: Spürbare Mängel, Nacharbeit empfohlen. 4 – Ausreichend: Deutliche Mängel, sofortige Nacharbeit. 5 – Mangelhaft: Leistung nicht erbracht oder unakzeptabel.

Ziel: Durchschnittsnote pro Objekt dauerhaft unter 2,5.

03 – PraxisQK in der Praxis umsetzen

Die beste Methode nützt nichts, wenn sie nicht konsequent umgesetzt wird. Hier sind die wichtigsten Regeln für eine funktionierende Qualitätskontrolle:

⚠ So funktioniert QK nicht

  • Nur kontrollieren, wenn der Kunde sich beschwert
  • Immer dieselben Bereiche prüfen
  • Ergebnisse nicht dokumentieren
  • Keine Rückmeldung an die Reinigungskräfte
  • QK als Bestrafung statt als Verbesserungstool

✔ So funktioniert QK

  • Regelmäßig und proaktiv (min. 1x/Monat)
  • Bereiche rotierend prüfen
  • Ergebnisse dokumentieren (Fotos, Noten)
  • Feedback an die Reinigungskräfte geben
  • Positive Ergebnisse loben, Mängel sachlich besprechen

📝 QK-Frequenz nach Situation

Neuer Kunde / Einarbeitung: Täglich bis wöchentlich in den ersten 4 Wochen.

Laufender Vertrag, stabil: 1–2x pro Monat.

Nach Reklamation: Sofort plus wöchentlich für 4 Wochen.

Großobjekt (>5.000 m²): Wöchentlich, verschiedene Bereiche rotierend.

04 – Digitale QKQualitätskontrolle mit Mendato

In Mendato läuft die Qualitätskontrolle komplett digital über die App. Dein Objektleiter öffnet das Objekt, geht durch die Bereiche und bewertet jeden einzelnen – mit Note, Foto und Kommentar.

Begehung starten: Objektleiter öffnet das Objekt in der Mendato-App und startet eine QK. Die Räume und Bereiche kommen aus dem Leistungsverzeichnis.

Bewerten: Pro Bereich Note vergeben (1–5), optionales Foto und Kommentar. Geht schnell – ein Standardobjekt ist in 10–15 Minuten durchgeprüft.

Auswerten: Mendato berechnet automatisch die Gesamtnote und zeigt Trends über Zeit. Du siehst sofort, ob sich ein Objekt verschlechtert.

Kunden informieren: Auf Wunsch kannst du dem Kunden den QK-Bericht als PDF zur Verfügung stellen. Das schafft Vertrauen und Transparenz.

✓ Mendato-Vorteil

Mit Mendato hast du eine lückenlose Historie aller Qualitätskontrollen pro Objekt. Wenn ein Kunde reklamiert, kannst du nachweisen, dass und wann du kontrolliert hast. Und du siehst Trends: Welche Objekte verbessern sich, welche verschlechtern sich?

05 – FazitQualitätskontrolle – dein bester Schutz vor Kündigungen

Qualitätskontrolle ist kein bürokratischer Aufwand – sie ist dein wichtigstes Werkzeug für Kundenbindung. Wer regelmäßig und systematisch kontrolliert, erkennt Probleme früh, kann gegensteuern und zeigt dem Kunden: Hier wird professionell gearbeitet.

Der Schlüssel: Regelmäßigkeit, Dokumentation und konsequentes Feedback an die Reinigungskräfte. Digital geht das schnell und lückenlos.

Verwandte Begriffe

Mendato 7 Tage kostenlos testen

Alle Funktionen. Keine Kreditkarte. Keine Verpflichtung.

Jetzt kostenlos starten →

Ähnliche Artikel

06 – FAQHäufig gestellte Fragen

Was ist Qualitätskontrolle in der Gebäudereinigung?
Qualitätskontrolle (QK) ist die systematische Überprüfung der erbrachten Reinigungsleistungen. Der Objektleiter oder eine beauftragte Person begeht das Objekt und prüft anhand definierter Kriterien, ob die Reinigung dem Leistungsverzeichnis entspricht. Typische Methoden sind Sichtprüfungen, Checklisten und digitale Bewertungssysteme.
Wie oft sollte eine Qualitätskontrolle stattfinden?
Das hängt vom Objekt und Vertrag ab. Als Richtwert: mindestens einmal pro Monat bei Standardobjekten. Bei Neukunden oder nach Reklamationen häufiger – wöchentlich oder sogar täglich in der Einarbeitungsphase. Viele Verträge definieren die QK-Frequenz explizit.
Welche Methoden gibt es für die Qualitätskontrolle?
Die gängigsten Methoden sind: Sichtprüfung durch den Objektleiter (einfach, subjektiv), Checklisten-basierte Begehung (standardisiert, dokumentierbar), Bewertungssystem mit Notenskala (z. B. 1–5 pro Bereich) und digitale QK mit Foto-Dokumentation und automatischer Auswertung.
Wie hilft Software bei der Qualitätskontrolle?
Software wie Mendato ermöglicht digitale Qualitätskontrollen per App: Der Objektleiter geht durch das Objekt, bewertet jeden Bereich, macht Fotos und hinterlässt Kommentare. Die Ergebnisse werden automatisch ausgewertet und können dem Kunden als Bericht zur Verfügung gestellt werden.