Ratgeber · Lexikon

Urlaubsplanung in der Gebäudereinigung: Vertretungen sichern, Engpässe vermeiden

Du erfährst, wie du Urlaub so planst, dass jedes Objekt besetzt bleibt, mit fünf Regeln für die Praxis und dem Urlaubsanspruch im Überblick.

Aktualisiert am 23. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Lege pro Objekt fest, wie viele Reinigungskräfte gleichzeitig fehlen dürfen (Faustregel: höchstens 20–30 %), und bestimme die Vertretungen vorab.
  • Die Haupturlaubswünsche sammelst du am besten bis Ende Februar ein.
  • Nach dem Rahmentarifvertrag haben Reinigungskräfte seit 2021 Anspruch auf 30 Urlaubstage, gesetzlich sind es 20 Tage bei einer 5-Tage-Woche.

Warum Urlaubsplanung komplex ist

Urlaubsplanung, auch Abwesenheitsplanung oder Ferienplanung genannt, koordiniert die Urlaubszeiten aller Mitarbeitenden so, dass der Betrieb weiterläuft und die Reinigungsqualität an jedem Objekt gesichert bleibt.

Im Büro bleibt die Arbeit liegen, bis die Kollegin aus dem Urlaub zurück ist. In der Gebäudereinigung geht das nicht: Ein ungereinigtes Objekt fällt sofort auf. Deshalb braucht jede abwesende Reinigungskraft eine Vertretung.

Bei Dutzenden Mitarbeitenden, Teilzeitverträgen und mehreren Objekten wird die Einsatzplanung in der Urlaubszeit schnell unübersichtlich.

5 Regeln für gute Urlaubsplanung

1. Jahresplanung im Q1

Bitte alle Mitarbeitenden, ihre Haupturlaubswünsche bis Ende Februar einzureichen. Je früher die Wünsche vorliegen, desto weniger Konflikte gibt es im Sommer.

2. Maximale Abwesenheit pro Objekt

Lege für jedes Objekt fest, wie viele Reinigungskräfte gleichzeitig im Urlaub sein dürfen. Als Faustregel gelten höchstens 20–30 % des Teams.

3. Vertretungen vorab festlegen

Jede Reinigungskraft sollte einen festen Vertreter haben, der das Objekt kennt und eingearbeitet ist.

4. Ferienzeiten fair verteilen

Vereinbare klare Regeln für die Schulferien, zum Beispiel eine Rotation von Jahr zu Jahr, Vorrang für Eltern und die Berücksichtigung der Betriebszugehörigkeit.

5. Puffer einplanen

In der Urlaubszeit kommen unvorhergesehene Ausfälle durch Krankheit hinzu. Plane deshalb einen Vertretungspuffer ein.

Urlaubsanspruch im Überblick

RegelungAnspruch
Gesetzlich (§ 3 BUrlG, 5-Tage-Woche)20 Tage/Jahr
Tariflich (RTV)30 Tage (seit 2021 für alle)
Teilzeitkräfte (3 Tage/Woche)12 Tage gesetzlich (anteilig)

Urlaubsplanung mit Mendato

Abwesenheiten und Urlaubskonten führst du in Mendato ab dem Starter-Paket. Im Urlaubskalender siehst du alle Abwesenheiten auf einen Blick, farblich getrennt nach Urlaub, Krankheit und Fortbildung, und erkennst früh, wo sich Urlaube überschneiden. Mitarbeitende stellen Urlaubsanträge in der App, Objektleiter genehmigen oder lehnen sie ab. Für die Vertretung schlägt dir der Dienstplan Kräfte ohne Abwesenheit vor, die das Objekt kennen.

Häufige Fragen

Warum ist Urlaubsplanung in der Reinigung so komplex?
Urlaubsplanung ist in der Reinigung aufwendig, weil jede Reinigungskraft festen Objekten zugeordnet ist. Fehlt sie, muss sofort eine eingearbeitete Vertretung bereitstehen.
Wie viel Urlaub steht Reinigungskräften zu?
Gesetzlich stehen Reinigungskräften bei einer 5-Tage-Woche 20 Urlaubstage zu, nach dem Rahmentarifvertrag 30 Tage. Bei Teilzeit wird der Anspruch anteilig nach Arbeitstagen berechnet, nicht nach Stunden.
Wie vermeide ich Engpässe in der Urlaubszeit?
Lege pro Objekt fest, wie viele Reinigungskräfte gleichzeitig fehlen dürfen (Faustregel: 20–30 %), bestimme die Vertretungen vorab und plane einen Puffer für Krankheit ein.
Wie hilft Software bei der Urlaubsplanung?
Mendato zeigt ab dem Starter-Paket alle Abwesenheiten im Kalender, sodass du Überschneidungen früh siehst, und Mitarbeitende stellen Urlaubsanträge in der App. Für die Vertretung schlägt dir der Dienstplan Kräfte ohne Abwesenheit vor.

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