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Krankenquote in der Gebäudereinigung: berechnen, verstehen und senken

Du erfährst, wie du die Krankenquote berechnest, warum sie in der Reinigung so hoch ist und welche Maßnahmen sie senken.

Aktualisiert am 23. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • In der Gebäudereinigung liegt die Krankenquote typischerweise bei 8–15 %, der Bundesdurchschnitt bei ca. 6 %.
  • Jeder Prozentpunkt Krankenquote erhöht den Stundenverrechnungssatz, weil weniger produktive Stunden zur Verfügung stehen.
  • Senken lässt sie sich mit Gesundheitsmanagement, wertschätzender Führung und ergonomischen Arbeitsmitteln, nicht mit Druck.

Was ist die Krankenquote?

Die Krankenquote, auch Krankenstand oder AU-Quote genannt, ist der Anteil der krankheitsbedingten Fehltage an den Soll-Arbeitstagen in Prozent. In der Gebäudereinigung liegt sie über dem Durchschnitt und fließt direkt in die Kalkulation ein.

Im Personalcontrolling gehört sie zu den wichtigsten Kennzahlen, denn jeder Krankheitstag fehlt in der Einsatzplanung und muss vertreten werden.

Krankenquote berechnen

Die Formel lautet: Krankheitstage ÷ Soll-Arbeitstage × 100. Rechne mit den Soll-Tagen aller Beschäftigten im gleichen Zeitraum, meist einem Jahr.

Rechenbeispiel

Betrieb mit 40 Mitarbeitenden × 220 Soll-Arbeitstage = 8.800 Soll-Tage im Jahr.
Krankheitstage gesamt: 880.
Krankenquote: 880 ÷ 8.800 × 100 = 10,0 %

Warum die Krankenquote in der Reinigung so hoch ist

Körperliche Belastung: Reinigen heißt heben, bücken, lange stehen und dieselben Bewegungen wiederholen. Muskel-Skelett-Erkrankungen sind entsprechend häufig.

Arbeitszeiten: Frühschichten ab 5–6 Uhr und Spätschichten belasten den Biorhythmus.

Vergütung: Niedrige Löhne gehen oft mit einer geringen Bindung an den Betrieb einher.

Fluktuation: Eine hohe Personalfluktuation bedeutet weniger eingespielte Teams und mehr Belastung für alle, die bleiben.

Krankenquote senken

Was wirkt, setzt bei den Ursachen an: Belastung, Führung und Arbeitsbedingungen. Mehr Kontrolle senkt die Quote selten.

Wirksame Maßnahmen

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
  • Ergonomische Geräte und Arbeitsmittel
  • Wertschätzende Führung durch Objektleiter
  • Rückkehrgespräche nach Krankheit (BEM)
  • Realistische Arbeitsbelastung

Was nicht hilft

  • Druck und Kontrolle (erhöht die Fluktuation)
  • Attest ab Tag 1 für alle (kostet Vertrauen)
  • Das Problem ignorieren (es wird größer)
  • Prämien für Anwesenheit ohne BGM

Krankenquote mit Mendato auswerten

Mendato berechnet die Krankenquote automatisch: Im Controlling (Pro-Plus-Paket) siehst du pro Mitarbeiter auf einen Blick Soll-Zeit, Arbeitszeit, Urlaub, Krankheit, den Krankheitsanteil in Prozent und die Ausfälle. Pro Objekt wertet es Fehlzeiten, Ausfälle und Verspätungen aus. So erkennst du Muster, kannst gezielt gegensteuern und siehst im Vergleich mehrerer Zeiträume, ob deine Maßnahmen wirken.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Krankenquote in der Gebäudereinigung?
In der Gebäudereinigung liegt die Krankenquote typischerweise bei 8–15 % und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von ca. 6 %.
Wie berechne ich die Krankenquote?
Die Krankenquote ist Krankheitstage ÷ Soll-Arbeitstage × 100. Beispiel: 880 Krankheitstage bei 8.800 Soll-Arbeitstagen ergeben 10 %.
Warum ist die Krankenquote für die Kalkulation wichtig?
Jeder Prozentpunkt Krankenquote verringert die produktiven Stunden und erhöht damit den Stundenverrechnungssatz.
Wie senke ich die Krankenquote?
Die Krankenquote sinkt mit betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM), ergonomischen Arbeitsmitteln, wertschätzender Führung, BEM-Gesprächen und einer realistischen Arbeitsbelastung.

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