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Produktive Stunden – Die echte Arbeitszeit berechnen

Nur ein Teil der bezahlten Stunden kommt beim Kunden an. Der Rest: Urlaub, Krankheit, Feiertage. Wer das nicht einkalkuliert, verliert Geld.

19. Februar 20265 Min. LesezeitKalkulation

Definition

Produktive Stunden sind die Arbeitsstunden, die tatsächlich beim Kunden geleistet werden – nach Abzug von Urlaub, Krankheit, Feiertagen und sonstigen Ausfallzeiten.

Zusammenfassung – Produktive Stunden auf einen Blick

Produktive Stunden = Stunden, die tatsächlich beim Kunden geleistet werden. Von der Brutto-Arbeitszeit werden Urlaub, Krankheit, Feiertage abgezogen.

Typischer Wert bei Vollzeit: 1.400–1.680 Stunden/Jahr (je nach Ausfallquote).

Entscheidend: Je weniger produktive Stunden, desto höher muss der SVS sein.

01 – GrundlagenWas sind produktive Stunden?

Ein Vollzeit-Mitarbeiter hat theoretisch 2.080 Stunden im Jahr (52 × 40). Aber davon kommt nur ein Teil beim Kunden an. Der Rest: Urlaub, Krankheit, Feiertage, Fortbildung.

Die Differenz zwischen bezahlten und produktiven Stunden ist der Ausfallzeitenfaktor – einer der wichtigsten Posten in der Lohnkostenkalkulation.

Kategorie

Kalkulation

Auch bekannt als

Netto-Arbeitszeit, fakturierbare Stunden, Einsatzstunden

Relevant für

GF, Kalkulation, Controlling

Mendato-Modul

Controlling

02 – BerechnungProduktive Stunden berechnen

PositionTageStunden (8 Std./Tag)
Arbeitstage brutto (Mo–Fr)2612.088
– Feiertage– 11– 88
– Urlaub– 28– 224
– Krankheit (Durchschnitt)– 12– 96
– Sonstiges– 3– 24
= Produktive Tage / Stunden2071.656

📝 Ausfallquote

(2.088 – 1.656) ÷ 2.088 = ca. 20,7 %. Für jede produktive Stunde zahlst du real 1,26 Stunden Lohn.

03 – KalkulationsrelevanzWarum das den Preis bestimmt

Ausfallzeiten werden bezahlt (Lohnfortzahlung, Urlaubsentgelt), generieren aber keinen Umsatz. Diese Kosten müssen auf die produktiven Stunden umgelegt werden.

Beispiel: 14,25 € Bruttolohn × 1,26 Ausfallzeitenfaktor = ca. 17,96 € pro Produktivstunde – nur durch Ausfallzeiten, ohne Sozialversicherung.

⚠ Branchenspezifisch hohe Krankenquote

Die Gebäudereinigung hat eine überdurchschnittliche Krankenquote (oft 8–15 %). Wer mit 5 % kalkuliert, verschenkt Marge. Nutze deine eigenen betrieblichen Daten.

04 – Digitale LösungTracking mit Mendato

Mendato erfasst über die Zeiterfassung automatisch produktive Stunden. Deine reale Ausfallquote – gemessen, nicht geschätzt.

✓ Mendato-Vorteil

Deine reale Ausfallquote pro Mitarbeiter und pro Monat – als Basis für präzise Kalkulationen.

05 – FazitProduktive Stunden = Kalkulationswahrheit

Wer produktive Stunden überschätzt, kalkuliert zu günstig. Wer sie kennt, kalkuliert richtig – und verdient Geld.

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06 – FAQHäufig gestellte Fragen

Was sind produktive Stunden?
Die Stunden, die eine Reinigungskraft tatsächlich beim Kunden arbeitet. Typisch: 1.400–1.680 Stunden pro Jahr bei Vollzeit.
Wie berechne ich produktive Stunden?
261 Arbeitstage – 11 Feiertage – 28 Urlaub – 12 Krankheit – 3 Sonstiges = ca. 207 Tage × 8 Std. = ca. 1.656 Stunden.
Warum sind produktive Stunden kalkulationsrelevant?
Lohnkosten fallen für alle Stunden an, Einnahmen nur für produktive. Je weniger produktive Stunden, desto höher muss der SVS sein.
Wie senke ich Ausfallzeiten?
Betriebliches Gesundheitsmanagement, gute Arbeitsbedingungen, angemessene Belastung und wertschätzende Führung senken die Krankenquote messbar.