Kurz gesagt
- NFC funkt nur über wenige Zentimeter: Die Reinigungskraft hält ihr Smartphone an einen Tag am Objekt, und die Zeiterfassung startet oder stoppt.
- Ein NFC-Tag kostet je nach Bauform 0,20–2 €, braucht keinen Strom und ist dank seiner einzigartigen Seriennummer (UID) schwer zu fälschen.
- Mendato prüft den Standort beim Ein- und Ausstempeln per GPS und Geofencing: Für jedes Objekt gilt ein Radius, Standard sind 100 Meter.
Was ist NFC?
NFC (Near Field Communication), auf Deutsch Nahfeldkommunikation, ist eine Funktechnik für die kontaktlose Datenübertragung über sehr kurze Distanzen, typischerweise weniger als 4 Zentimeter. In der Gebäudereinigung dient sie zur Zeiterfassung: Die Reinigungskraft hält ihr Smartphone an einen NFC-Tag am Objekt und stempelt damit ein oder aus.
Der NFC-Tag ist ein passiver Chip ohne Batterie. Hält die Reinigungskraft ihr Smartphone daran, liest die App die eindeutige Seriennummer (UID) des Tags und startet oder stoppt die Zeiterfassung. Die Technik basiert auf dem RFID-Standard und steckt auch im kontaktlosen Bezahlen und in Zugangskontrollen.
Warum NFC in der Gebäudereinigung?
Der Scan verlangt physischen Kontakt mit dem Tag, der am Objekt montiert ist. Damit belegt die Reinigungskraft ihre Anwesenheit genauer als per GPS und sicherer als mit einem QR-Code, den man abfotografieren kann.
So funktioniert NFC-Zeiterfassung
Was passiert beim Scan?
Hält die Reinigungskraft ihr Smartphone an den NFC-Tag, läuft in Sekundenbruchteilen Folgendes ab:
- Das Smartphone erzeugt ein elektromagnetisches Feld, das den passiven Tag mit Energie versorgt.
- Der Tag übermittelt seine eindeutige Seriennummer (UID) an das Smartphone.
- Die App gleicht die UID mit dem hinterlegten Objekt ab.
- Stimmen beide überein, wird die Stempelung ausgelöst (Kommen oder Gehen).
- Zeitstempel, Objekt und gegebenenfalls die GPS-Position werden gespeichert.
Technische Details
Frequenz: 13,56 MHz (international standardisiert)
Reichweite: Max. 4 cm (typisch 1–3 cm)
Datenübertragung: 106–424 kBit/s
Stromversorgung Tag: Passiv (induktiv vom Smartphone)
Lebensdauer Tag: Praktisch unbegrenzt (kein Verschleiß)
NFC-Tags: Bauformen, Kosten und Montage
Bauformen
| Bauform | Preis (ca.) | Einsatz | Haltbarkeit |
|---|---|---|---|
| Aufkleber (rund, 25 mm) | 0,20–0,50 € | Indoor, glatte Oberflächen | Sehr hoch |
| Kreditkartenformat | 0,50–1,50 € | Hinter Verkleidungen, Schlüsselkästen | Sehr hoch |
| Schlüsselanhänger | 0,80–2,00 € | Mobile Einsätze, Fahrzeuge | Sehr hoch |
| Wetterfest (Epoxy) | 1,00–2,00 € | Outdoor, Tiefgaragen, Fassaden | Sehr hoch, wetterfest |
Wo du den Tag anbringst
- Ort: Innenseite des Gebäudeeingangs, Putzmittelraum, neben dem Lichtschalter oder im Empfangsbereich.
- Höhe: auf Brusthöhe (ca. 120–150 cm), damit der Scan bequem ist.
- Schutz: vor Witterung, Reinigungsmitteln und versehentlichem Entfernen.
- Untergrund: nicht auf Metall, denn Metall stört das NFC-Signal. Für Metalloberflächen gibt es spezielle „Anti-Metal-Tags“.
Kostenübersicht
Bei einem Betrieb mit 50 Objekten liegen die einmaligen Kosten für die Tags je nach Bauform bei 10–100 €. Laufende Kosten entstehen nicht, denn Tags brauchen weder Strom noch Internet noch Wartung.
Vorteile und Grenzen
Vorteile
- Raumgenaue Standortverifizierung (< 4 cm)
- Schwer zu fälschen dank einzigartiger, unveränderbarer UID
- Kein Strom, kein Internet am Tag nötig
- Günstig, ab 0,20 € pro Stück
- Praktisch unbegrenzte Lebensdauer
- Funktioniert in Gebäuden zuverlässig
- Scan in unter 1 Sekunde
Grenzen
- Physische Montage am Objekt nötig
- Tag kann beschädigt oder entfernt werden
- Aktives Scannen erforderlich (nicht automatisch)
- Nicht auf Metall ohne Spezial-Tags
- Smartphone muss NFC-fähig sein
- Die Reinigungskraft muss wissen, wo der Tag hängt
NFC, Geofencing und QR-Code im Vergleich
| Kriterium | NFC | Geofencing | QR-Code |
|---|---|---|---|
| Genauigkeit | Raum-/Eingangsebene | Objektebene (50–150 m) | Am Code |
| Manipulationsschutz | Hoch (physischer Kontakt) | Mittel (GPS-Spoofing) | Niedrig (fotografierbar) |
| In Gebäuden | Sehr gut | Eingeschränkt | Gut |
| Nutzererlebnis | Aktiver Scan nötig | Automatisch | Aktiver Scan nötig |
| Hardware-Kosten | 0,20–2 €/Stück | Keine | Druckkosten minimal |
| Einrichtungsaufwand | Montage vor Ort | GPS-Koordinate setzen | Code drucken |
| Idealer Einsatz | Kritische Objekte, Indoor | Standardobjekte, Outdoor | Temporäre Einsätze |
Empfehlung: Geofencing als Standard, NFC als Zusatz
Geofencing eignet sich als Standard für alle Objekte, weil es keine Hardware braucht. NFC lohnt sich zusätzlich bei besonderen Anforderungen: Gebäude mit schlechtem GPS-Empfang, Objekte mit mehreren Mietern, Auftraggeber, die Nachweise verlangen.
Manipulationsschutz bei NFC
Warum NFC schwer zu fälschen ist
Jeder NFC-Tag besitzt eine weltweit einzigartige Seriennummer (UID), die bei der Chipfertigung eingebrannt wird. Diese UID ist:
- einzigartig: Kein zweiter Tag auf der Welt hat dieselbe UID.
- unveränderbar: Sie liegt im Read-Only-Speicher und kann nicht überschrieben werden.
Diese Tricks funktionieren nicht
- Tag fotografieren: Ein Foto oder Screenshot überträgt keine NFC-Daten, die App prüft den physischen Kontakt.
- UID abschreiben: Die App akzeptiert nur echte NFC-Scans, keine manuelle Eingabe.
- Tag klonen: Die UID sitzt im Read-Only-Bereich des Chips und ist nicht kopierbar.
- Tag mitnehmen: In Kombination mit Geofencing fällt auf, wenn der Scan außerhalb des Objekts stattfindet.
Checkliste für die Einführung
- NFC-Tags in passender Bauform bestellen (0,20–2 €/Stück).
- Tags an geschützter Stelle auf Brusthöhe montieren, nicht auf Metall.
- Jeden Tag im Zeiterfassungssystem seinem Objekt zuordnen.
- Den Reinigungskräften den Scan-Ablauf zeigen, die Einweisung dauert unter 1 Minute.
- Optional Geofencing als zweite Prüfung aktivieren.
- Regelmäßig prüfen, ob alle Tags funktionieren.
Standortprüfung mit Mendato
In der Zeiterfassung von Mendato stempeln Reinigungskräfte in der Mitarbeiter-App ein und aus, dabei speichert die App einen GPS-Punkt, ebenso bei Fahrtbeginn. Für jedes Objekt legst du einen Radius fest (Geofencing, Standard 100 Meter), und die Web-App zeigt die Entfernung zum Objekt. Ohne Netz bleiben Zeit und GPS-Punkt auf dem Smartphone gespeichert und werden später übertragen. Im Dashboard siehst du, welche Einsätze ohne Check-In geblieben sind.
Häufige Fragen
Was ist NFC und wie funktioniert es bei der Zeiterfassung?
Was kostet ein NFC-Tag?
Kann man NFC-Tags manipulieren oder fälschen?
Welche Smartphones unterstützen NFC?
Was ist besser, NFC oder Geofencing?
Wo bringe ich NFC-Tags am besten an?
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Zeiterfassung per App, mit GPS beim Stempeln
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