Buchhaltung & Abrechnung

Rechnungsprogramm Gebäudereinigung – Worauf es wirklich ankommt

Was ein Rechnungsprogramm für Gebäudereiniger wirklich können muss – von Abrechnungsvorbereitung über E-Rechnung bis Bankmatching. Mit Praxis-Checkliste für deine Tool-Auswahl.

18. Februar 2026 18 Min. Lesezeit Buchhaltung

Zusammenfassung – Rechnungsprogramm Gebäudereinigung

In der Gebäudereinigung ist die Rechnungsstellung kein Nebenprozess. Viele Kunden haben mehrere Objekte, jedes mit eigenen Regeln – Sammelrechnungen, abweichende Empfänger, Schließzeiten, Reklamationen. Ein reines „PDF-Tool“ reicht da selten.

Der größte Hebel ist nicht der Rechnungseditor, sondern die Abrechnungsvorbereitung: Eine Vorliste vor der Rechnung, die Fehler verhindert, bevor sie rausgehen. Dazu kommen Pflichtthemen wie E-Rechnung (seit 01.01.2025 B2B-Empfangspflicht), sauberes Bankmatching und operative Daten als Abrechnungsgrundlage.

Entscheidende Frage: Entsteht deine Rechnung aus operativen Daten (Objekt, Einsatz, Nachweis) – oder tippst du sie im Büro zusammen? Die Antwort bestimmt, ob du Branchensoftware brauchst oder ein klassisches Rechnungsprogramm reicht.

Mendato Mendato ist als spezialisierte Branchensoftware für Gebäudereiniger genau auf diese Struktur ausgelegt: Kunde → Objekt → Auftrag → Abrechnung.

01 – ProduktfokusWelche Software-Welt passt zu deiner Gebäudereinigung?

Bevor du Funktionen vergleichst, musst du klären: Was für eine Art Software suchst du überhaupt? In der Gebäudereinigung wirkt vieles auf den ersten Blick gleich („Rechnung schreiben kann doch jedes Tool“). In der Praxis sind es aber komplett unterschiedliche Produktwelten.

Die Unterhaltsreinigung ist oft wiederkehrend und pauschal. Der Preis bleibt gleich, aber du musst jeden Monat sauber und pünktlich abrechnen. Und du brauchst einen Prozess für Ausnahmen wie Reklamationen, Schließzeiten oder Minderungen.

Sonderreinigung und mengenbasierte Leistungen sind dagegen dynamisch. Dann ist die große Frage: Wie schnell bekommst du Stunden, Mengen, Nachweise und Abnahmen ins System?

Dazu kommt das Thema E-Rechnungen. In Deutschland wurde die Einführung der obligatorischen E-Rechnung ab dem 1. Januar 2025 gestartet, mit Übergangsfristen für die Ausstellung.

Quelle: bundesfinanzministerium.de – FAQ E-Rechnung

Die 4 Produktwelten, die oft verwechselt werden

KategorieFokusPasst für…Grenze bei Gebäudereinigung
A) Reines RechnungsprogrammAngebote → Rechnungen → MahnungenWenige Kunden, einfache AbrechnungKeine Objektlogik, keine operative Datenerfassung
B) BuchhaltungssoftwareBuchungen, Banking, Steuer, UStVAKlassische kaufmännische ProzesseLöst nicht das Kernproblem: Daten aus dem Objekt
C) BranchensoftwareBetrieb → Abrechnung (Kunde→Objekt→Auftrag)Viele Objekte, Sonderfälle, SkalierungEvtl. braucht es zusätzlich Buchhaltungssoftware für Abschluss
D) Kombination (Setup)Branchensoftware + BuchhaltungssoftwareBetriebe, die beides brauchenNur stark, wenn klar ist, welches System führt

Die Leitfrage für dich

„Entsteht meine Rechnung aus operativen Daten (Objekt, Einsatz, Nachweis, Menge) – oder tippe ich sie am Ende im Büro zusammen?“

Wenn du „zusammentippst“, reicht oft ein Rechnungsprogramm oder eine Buchhaltungssoftware. Wenn deine Rechnung aus dem Betrieb heraus entsteht, brauchst du Branchensoftware – oder sehr saubere Integrationen.

Mendato fällt klar in Kategorie C. Die Denkweise: Die Rechnung ist nicht der Anfang – sie ist das Ergebnis. Die Abrechnung entsteht aus der Struktur Kunde → Objekt → Auftrag. Operative Daten wie Zeiten, Mengen und Nachweise sind Teil der Abrechnungslogik. Dadurch wird Automatisierung bei vielen Objekten realistisch.

4 Produktwelten – Einfach bis Komplex A) Rechnungsprogramm Angebot → Rechnung B) Buchhaltung Buchungen, Steuer, Banking C) Branchensoftware Kunde→Objekt→Abrechnung D) Kombination Branche + Buchhaltung Rechnung = manuell erstellt Daten kommen fertig ins Büro Rechnung = Ergebnis vom Betrieb Daten entstehen im Objekt

02 – Organisation & AufbauOrganisationslogik & Softwareaufbau

In der Gebäudereinigung ist „Kunde“ fast nie gleich „ein Ort“. Ein Kunde kann viele Objekte haben. Ein Objekt kann eigene Regeln haben. Und die Rechnungsstellung hängt oft genau daran: Rechnungsempfänger ist die Zentrale, Leistung passiert in 10 Filialen. Ein Kunde will eine Sammelrechnung, ein anderer pro Objekt eine eigene Rechnung.

Gleichzeitig arbeiten mehrere Rollen an denselben Daten. Objektleitung, Reinigungskräfte, Buchhaltung, Geschäftsführung, Steuerberater – jede Rolle braucht andere Sichtbarkeit und andere Rechte.

Auf der Rechnung müssen u. a. Name und Anschrift von leistendem Unternehmen und Leistungsempfänger stehen. Das ist gesetzlich vorgegeben und beeinflusst deine Datenstruktur direkt.

Quelle: gesetze-im-internet.de – § 14 UStG Pflichtangaben

Was ein gutes Rechnungsprogramm hier können muss

⚠ Ohne Objektlogik

  • Pro Objekt einen eigenen „Kunden“ anlegen – Überblick geht verloren
  • Sammelrechnungen werden fehleranfällig
  • Automatisierung wird schwer
  • Rückfragen steigen, weil Leistung und Rechnung nicht zusammenfinden

✔ Mit sauberer Objektlogik

  • Kunde → Objekt → Auftrag als Standardstruktur
  • Rechnungsempfänger vs. Leistungsort sauber getrennt
  • Sammelrechnung vs. Einzelrechnung als bewusste Entscheidung
  • Zusatzfelder je Objekt (Kostenstelle, Bestellnr., Liegenschaftsnr.)

Rollen & Rechte: Kein „Nice-to-have“

Es geht nicht nur um „Darf jemand Rechnungen schreiben?“ – sondern auch: Kundendaten ändern? Bankumsätze sehen? Mahnen? Je mehr Objekte du hast, desto wichtiger werden saubere Rechte.

Praxis-Tipp: Steuerberater-Zugang

Prüfe, ob dein Steuerberater direkt ins System kann – oder ob ihr ständig ZIPs per Mail schickt. Gibt es DATEV-Export für Buchungsdaten? Können Belegbilder sauber übergeben werden?

Mendato löst das aus der Branche heraus: Objektleitung arbeitet an Objekt und Auftrag, Reinigungskräfte liefern Zeiten mobil, Buchhaltung rechnet ab. Weniger Rückfragen, klarere Zuständigkeiten.

03 – AbrechnungsvorbereitungDer größte Hebel für Gebäudereiniger

In der Gebäudereinigung ist „Rechnung schreiben“ selten das Problem. Das Problem ist fast immer die Vorbereitung davor. Jeden Monat gibt es Reklamationen, Schließzeiten, Sondermengen, fehlende Nachweise. Wenn du diese Punkte erst nach dem Versand merkst, musst du korrigieren – das kostet Zeit und wirkt unprofessionell.

Wichtig: „Offene Posten“ ist NICHT „Abrechnungsvorbereitung“

Offene Posten (OPOS) = Forderungsmanagement nach dem Rechnungsversand. Welche Rechnungen sind offen? Welche werden gemahnt?

Abrechnungsvorbereitung = Vorliste vor der Rechnung. Welche Leistungen sind abrechnungsreif? Was muss noch geprüft werden?

Für Reinigungsfirmen ist die Abrechnungsvorbereitung oft der größte Hebel – weil sie Fehler verhindert, bevor sie rausgehen.

Was ein gutes Rechnungsprogramm hier können sollte

Du brauchst eine echte Abrechnungsvorliste – nicht „offene Rechnungen“, sondern „abrechnungsreife Leistungen“. Typische Felder dafür: Kunde, Objekt, Leistungszeitraum, Abrechnungsart, Status (prüfen, freigeben, abrechnen) und Hinweise bei Abweichungen.

Dazu brauchst du einen Prüf- und Freigabeprozess: Objektleitung prüft fachlich (wurde es geleistet?), Buchhaltung prüft kaufmännisch (Preislogik, Zusatzinfos). Dann wird fakturiert. Wenn das Programm keine Statuslogik kennt, passiert es wieder „über Zuruf“.

Ausnahmefälle als Standard: Minderung eintragen, Schließzeiten hinterlegen, Leistungsänderungen dokumentieren, Nachweise anhängen – das muss normaler Ablauf sein, kein Sonderfall.

Demo-Fragen zur Abrechnungsvorbereitung

1. Wo sehe ich abrechnungsreife Leistungen vor der Rechnung? 2. Kann ich Posten bündeln? 3. Gibt es Status/Freigaben zwischen OL und Buchhaltung? 4. Wie gehen Schließzeiten und Minderungen in die Abrechnung ein? 5. Wie komme ich vom Rechnungsbetrag zurück zur Quelle?

In Mendato ist die Postenliste ein Abrechnungs-Workspace, der genau zwischen Betrieb und Buchhaltung sitzt. Posten sind mit Aufträgen und Einsätzen verbunden. Dadurch siehst du vor dem Versand, ob es Hinweise gibt (Reklamation, fehlender Nachweis, Abweichung). Das macht Abrechnung bei vielen Objekten beherrschbar.

„Vorherige Software konnte Rechnungsstellung und Planung für Unterhalts- und Sonderreinigung nicht lösen.“

– Nico Sica, Haus und Garten Wohl (30+ RK)

04 – Wiederkehrend & DauerWiederkehrende Abrechnung & Dauerrechnungen

Gerade in der Unterhaltsreinigung ist wiederkehrende Abrechnung der Normalfall. Du schreibst jeden Monat ähnliche Rechnungen, oft über viele Objekte. Ein gutes Rechnungsprogramm sollte das automatisch erzeugen – und idealerweise auch automatisch versenden.

Worauf du als Gebäudereiniger achten solltest

Intervall, Start- und Enddatum müssen steuerbar sein. Automatischer Versand muss kontrollierbar sein. Der Knackpunkt: Ausnahmefälle dürfen nicht blind durchlaufen. Reklamation, Schließzeit, Sonderregel je Objekt – wenn dein Programm stumpf nach Zeitplan versendet, geht eine falsche Rechnung raus.

Dauerrechnung vs. Serienrechnung

Automatisiert

Serienrechnung

  • Jeden Monat neue Rechnung mit eigener Nummer
  • Läuft ins Forderungsmanagement (offen/fällig/überfällig)
  • Standard bei den meisten Buchhaltungsprogrammen
Wartungsarm

Dauerrechnung

  • Ein Dauer-Dokument als feste Abrechnungsgrundlage
  • Weniger monatliche Dokument-Erstellung
  • Beliebt bei stabilen Pauschalpreisen

Häufigster Praxisfehler bei Dauerrechnungen

Selbst wenn nur ein Dokument existiert: Zahlungen kommen trotzdem monatlich (wie bei Miete). Dein System muss monatliche Zahlungseingänge sauber zuordnen können. Sonst verlierst du im Forderungsmanagement den Überblick.

Die gesetzlichen Pflichtangaben gelten unabhängig vom Modell.

Quelle: IHK Frankfurt – Pflichtangaben Rechnung

Für Gebäudereiniger ist bei Mendato entscheidend, dass Dauerrechnungen objektbezogen angelegt werden, mit der Abrechnungslogik verbunden sind und Zahlungseingänge im selben Prozess nachvollziehbar bleiben.

05 – E-RechnungE-Rechnungen & Pflichtangaben

E-Rechnungen sind in Deutschland nicht mehr optional. Seit 01.01.2025 betrifft das den Empfang im B2B-Bereich. Für die Ausstellung gibt es Übergangsfristen.

Quelle: bundesfinanzministerium.de – FAQ E-Rechnung

Viele Gebäudereiniger rechnen nicht nur an private Firmen ab, sondern auch an Kommunen, Hausverwaltungen und Filialisten. Gerade dort kommen E-Rechnungs-Pflichtfelder schnell ins Spiel – z. B. Leitweg-ID oder Bestellnummer.

PDF ≠ E-Rechnung

Viele Betriebe sagen „wir schicken Rechnungen als PDF per E-Mail“. Das ist digital – aber oft keine E-Rechnung im gesetzlichen Sinn. Eine E-Rechnung ist strukturiert (maschinenlesbar) und folgt einem Standard wie ZUGFeRD oder XRechnung.

Was dein Rechnungsprogramm können muss

Empfang: E-Rechnungen empfangen und anzeigen. Erstellung: E-Rechnungen erstellen und versenden. Öffentliche Auftraggeber: Leitweg-ID, Bestellnummer. Validierung: Fehler vor dem Versand erkennen.

Quellen: leitweg-id.de | e-rechnung-bund.de

Für Gebäudereiniger ist E-Rechnung am Ende der letzte Schritt. Entscheidend ist, dass Pflichtangaben sauber aus Kunde → Objekt → Auftrag kommen. Dann wird E-Rechnung bei Mendato Standard-Output.

Der Abrechnungsprozess in der Gebäudereinigung 1. Einsatz Zeiten & Nachweise 2. Prüfung OL prüft & freigibt 3. Postenliste Bündeln & Prüfen 4. Rechnung E-Rechnung / PDF 5. Zahlung Matching & OPOS Schritte 1–3 = Abrechnungsvorbereitung Schritt 5 = Forderungsmanagement

06 – Daten & FinanzenOperative Daten, UStVA & Bankmatching

Operative Daten in der Buchhaltung

In der Gebäudereinigung entsteht Abrechnungsqualität nicht im Büro, sondern im Objekt. Leistungszeitraum, Mengen, Stunden, Nachweise – all das muss später auf der Rechnung landen. Wie kommen diese Daten in dein System – ohne Nachtelefonieren?

In Mendato besteht die Möglichkeit, die Posten mit der App für Reinigungskräfte zu verknüpfen. Sobald Mitarbeiter vor Ort die zu reinigende Menge eingeben, wird der Posten in der Buchhaltungs-App in Echtzeit angepasst. Arbeitsscheine werden automatisch berücksichtigt, sobald sie unterschrieben sind.

Umsatzsteuer-Voranmeldung (UStVA)

Die UStVA ist grundsätzlich bis zum 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums abzugeben. Viele Betriebe beantragen eine Dauerfristverlängerung für mehr Luft.

Spezial-Falle: § 13b Reverse-Charge

In der Gebäudereinigung kann es Konstellationen geben, in denen der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer schuldet (Reverse-Charge). Das betrifft nicht nur Bau – sondern auch Reinigung von Gebäuden, wenn der Kunde selbst solche Leistungen erbringt. Das hat Auswirkungen auf Rechnungstext, UStVA-Zeilen und Rückfragen vom Steuerberater.

Zahlungstransaktionen & Bankmatching

In der Gebäudereinigung ist der Monatsabschluss oft kein Rechnungsthema – sondern ein Zahlungsthema. Viele wiederkehrende Rechnungen, viele Zahlungseingänge, Skonto, Teilzahlungen, Sammelüberweisungen und manchmal falsche Verwendungszwecke.

Bankmatching ist der Prozess „Bankumsatz → richtige Rechnung“. Gute Systeme machen Zuordnungsvorschläge auf Basis von Betrag, Rechnungsnummer, Zahlername und Datum. Achte in der Demo auf Teilzahlungen, Skonto und Sammelüberweisungen – genau hier scheitern viele Workflows.

07 – Praxis & QualitätSubunternehmer, Controlling & Usability

Subunternehmerabrechnung (Gutschriftverfahren)

Subunternehmer werden in der Gebäudereinigung immer häufiger genutzt. Das Risiko steigt dabei schnell – Leistungen sind oft nicht sauber zugeordnet, Nachweise fehlen.

„Gutschrift“ ist nicht gleich „Gutschrift“

Rechnungskorrektur an den Kunden – Rechnung war falsch, wird korrigiert.

Abrechnungsgutschrift für Subunternehmer (Self-Billing) – Du als Leistungsempfänger erstellst die Abrechnung. Umsatzsteuerlich eine Rechnung gem. § 14 UStG.

Achte in der Demo darauf, dass das Tool beides sauber trennt.

Mendato hat ein eigenes Gutschriften-System für Subunternehmer. Die Gutschriftenposten sind mit den zugrundeliegenden Leistungsdaten verknüpft – das senkt das Risiko von doppelter oder falscher Abrechnung.

Controlling & Kennzahlen

Ein Rechnungsprogramm ist auch dein „Messgerät“. Gerade in der Gebäudereinigung geht Marge oft nicht im Büro verloren, sondern im Objekt – durch Reklamationen, Minderungen, Zusatzgänge oder falsche Abrechnungslogik.

Mindest-Kennzahlen: Umsatz (pro Monat, Kunde, Objekt), Offene Forderungen (Mahnstufen), Zahlungsverhalten (Ausreißer). Dazu eine einfache ABC-Analyse: A-Objekte schützen, B optimieren, C prüfen.

Mendato setzt Controlling auf Objekt- und Auftragsebene an – so siehst du nicht nur Umsatz pro Kunde, sondern welche Objekte die Treiber sind.

Benutzerfreundlichkeit

Ein Rechnungsprogramm kann fachlich alles können – und trotzdem scheitern, wenn es nicht sauber genutzt wird. Drei Dinge müssen funktionieren: Schnelle Routine (Monatsläufe ohne Nachdenken), sichere Ausnahmefälle (das Tool führt dich) und Fehlerverhinderung (Pflichtfelder, Plausibilitätschecks, Bestätigung vor Versand).

„Von Tooltime, Lexware und BüroEasy zu Mendato – nutzt es vollständig und ist begeistert vom Controlling.“

– Philipp Lange, Glas- und Gebäudereinigung Philipp Lange GmbH (50+ RK)

08 – FazitAuswahl-Checkliste für dein Rechnungsprogramm

Ein Rechnungsprogramm für Gebäudereiniger muss mehr können als PDFs schreiben. Wenn du wenige Kunden hast und die Abrechnung simpel ist, reicht oft ein klassisches Tool. Sobald du mehr Komplexität hast – viele Objekte, Schließzeiten, mengenbasierte Abrechnung – wird ein einfaches Tool zum Engpass.

KriteriumPrüffrage
ProduktfokusEntsteht die Rechnung aus operativen Daten oder wird sie im Büro zusammengetippt?
OrganisationslogikKann ein Kunde mehrere Objekte haben, ohne Workarounds?
AbrechnungsvorbereitungGibt es eine echte Vorliste vor der Rechnung – nicht nur OPOS?
Wiederkehrende AbrechnungWas passiert bei Ausnahmen (Minderung, Schließzeit)?
DauerrechnungenWerden Zahlungen monatlich sauber zugeordnet?
E-RechnungenZUGFeRD/XRechnung unterstützt? Leitweg-ID möglich?
Operative DatenKönnen Zeiten/Mengen/Nachweise direkt einfließen?
UStVA & SteuerberaterDATEV-Exporte oder saubere Datenübergabe?
BankmatchingZuordnungsvorschläge, Teilzahlungen, Skonto?
SubunternehmerAbrechnungsgutschrift (nicht nur Rechnungskorrektur)?
ControllingObjektbezogene Auswertungen möglich?
UsabilityWie schnell kann eine neue Buchhalterin damit arbeiten?

Deine 5 wichtigsten Demo-Fragen

1. „Wo sehe ich abrechnungsreife Leistungen vor der Rechnung?“

2. „Wie bilde ich Kunde mit vielen Objekten ab?“

3. „Wie laufen Schließzeiten, Reklamationen und Minderungen in den Prozess?“

4. „Wie komme ich von der Rechnung zurück zu Zeiten, Mengen und Nachweisen?“

5. „Wie sieht Bankmatching, Teilzahlungen und Skonto aus?“

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09 – FAQHäufig gestellte Fragen

Ab wann brauche ich als Gebäudereiniger ein richtiges Rechnungsprogramm?
Sobald du jeden Monat wiederkehrend abrechnest und merkst, dass Rechnungen zu lange dauern, du ständig Infos hinterherjägst oder zu viele Korrekturen machst. Dann reicht Word oder Excel nicht mehr.
Was ist der Unterschied zwischen Offene Posten und Abrechnungsvorbereitung?
Offene Posten (OPOS) ist Forderungsmanagement nach dem Rechnungsversand: Welche Rechnungen sind offen oder überfällig? Abrechnungsvorbereitung ist die Vorliste vor der Rechnung: Welche Leistungen sind abrechnungsreif und was muss noch geprüft werden?
Reicht ein normales Rechnungsprogramm wie sevdesk für Gebäudereiniger?
Ja, wenn deine Abrechnung simpel ist: wenige Kunden, wenige Objekte, kaum Sonderfälle. Sobald du viele Objekte pro Kunde hast oder Abrechnung aus dem Betrieb entsteht, wird es häufig zu viel manuelle Abstimmung.
Was ist der Unterschied zwischen Serienrechnung und Dauerrechnung?
Bei einer Serienrechnung erzeugt das System regelmäßig neue Rechnungen mit eigener Nummer. Bei einer Dauerrechnung arbeitest du mit einem Dauer-Dokument als feste Abrechnungsgrundlage über einen Zeitraum. Egal welches Modell: Zahlungen kommen monatlich und das System muss sauber abbilden, ob bezahlt wurde.
Welche Pflichtangaben sind bei E-Rechnungen relevant?
E-Rechnungen müssen maschinenlesbar sein und einem Standard folgen (z. B. ZUGFeRD oder XRechnung). Bei Rechnungen an Behörden brauchst du zusätzlich die Leitweg-ID. Die BMF-FAQ beschreiben die Einführung und Übergangsfristen seit 01.01.2025.
Was sind die 5 wichtigsten Fragen für eine Software-Demo?
1) Wo sehe ich abrechnungsreife Leistungen vor der Rechnung? 2) Wie bilde ich Kunde mit vielen Objekten ab? 3) Wie laufen Schließzeiten, Reklamationen und Minderungen in den Prozess? 4) Wie komme ich von der Rechnung zurück zu Zeiten, Mengen und Nachweisen? 5) Wie sieht Bankmatching, Teilzahlungen und Skonto aus?
Kann ich Branchensoftware und Buchhaltungssoftware kombinieren?
Ja, das ist sogar häufig. Branchensoftware steuert Betrieb und Abrechnungsvorbereitung, Buchhaltungssoftware macht Buchungen und Jahresabschluss. Entscheidend: wo entsteht die Abrechnungsgrundlage?
Wie bekomme ich operative Daten in die Buchhaltung?
Drei Wege: 1) Manuell (Excel, Stundenzettel). 2) Integration über APIs. 3) Branchensoftware, in der operative Daten direkt Teil des Abrechnungsprozesses sind.
Ab wann lohnt sich der Wechsel von Excel zu einer Software?
Wenn du monatlich viele Rechnungen schreibst, zu viele Korrekturen machst oder viele Objekte und Sonderfälle hast. Excel kostet dann oft mehr – nur unsichtbar über Zeit und Fehler.