Buchhaltung & Recht

Mahnwesen in der Gebäude­reinigung – der komplette Ablauf

Zahlungserinnerung, Mahnstufen, Verzugszinsen, gerichtliches Mahnverfahren: So holst du dir dein Geld – ohne Kundenbeziehungen zu zerstören.

📅 18. Februar 2026⏱ 11 Min. Lesezeit📚 Buchhaltung & Recht

✅ Zusammenfassung – Mahnwesen für Gebäudereiniger

Im B2B-Bereich tritt Zahlungsverzug automatisch 30 Tage nach Rechnungszugang ein (§286 Abs. 3 BGB). Du musst rechtlich nicht einmal mahnen – ein dreistufiges Verfahren (Zahlungserinnerung → 1. Mahnung → letzte Mahnung) hat sich aber als Praxis-Standard bewährt, weil es Kundenbeziehungen schont.

Verzugszinsen im B2B: 10,27 % p.a. (Basiszinssatz 1,27 % + 9 Prozentpunkte). Dazu kommt eine Pauschale von 40 € (§288 Abs. 5 BGB). Die beste Lösung: Mendato bietet ein integriertes Mahnmodul mit konfigurierbaren Mahnstufen, Mahnung per Klick aus offenen Rechnungen und automatischer Zahlungszuordnung – direkt in der Buchhaltung.

01 – BranchenkontextWarum Mahnwesen in der Gebäudereinigung besonders heikel ist

Gebäudereiniger haben ein Dilemma: Die meisten Kunden sind langfristige Vertragskunden mit monatlicher Unterhaltsreinigung. Wer mahnt, riskiert die Geschäftsbeziehung. Wer nicht mahnt, riskiert seine Liquidität.

Dazu kommt: Viele Gebäudereinigungsbetriebe arbeiten mit dünnen Margen. Eine einzige unbezahlte Rechnung über 5.000 € kann den Gewinn eines ganzen Monats auffressen. Trotzdem scheuen gerade kleinere Betriebe das Mahnen – aus Angst, den Kunden zu verlieren. Das ist ein Fehler.

💡 Realitäts-Check

Professionelles Mahnen ist kein Zeichen von Schwäche – es ist ein Zeichen von Professionalität. Großkunden erwarten klare Prozesse. Wer nach 60 Tagen immer noch stillhält, signalisiert eher Desorganisation als Kulanz.

02 – Rechtliche GrundlagenWann tritt Verzug ein?

Bevor du mahnen kannst, muss dein Kunde in Zahlungsverzug sein. Der Verzug ist die rechtliche Voraussetzung für Verzugszinsen, Mahnkosten und alle weiteren Schritte. Das BGB kennt mehrere Wege in den Verzug:

SituationVerzugseintrittRechtsgrundlage
Konkretes Zahlungsziel auf Rechnung (z. B. „zahlbar bis 15.03.2026“)Automatisch nach Ablauf des Datums§286 Abs. 2 Nr. 1 BGB
Berechenbare Frist (z. B. „zahlbar innerhalb von 14 Tagen“)Automatisch nach Fristablauf§286 Abs. 2 Nr. 2 BGB
Keine Frist vereinbart (B2B)Automatisch nach 30 Tagen nach Rechnungszugang§286 Abs. 3 BGB
Mahnung des GläubigersMit Zugang der Mahnung§286 Abs. 1 BGB
Schuldner verweigert ZahlungSofort, ohne Mahnung§286 Abs. 2 Nr. 3 BGB

Quelle: §286 BGB | Verbraucherportal Bayern

💡 Praxis-Tipp: Konkretes Datum statt „30 Tage netto“

Schreibe auf jede Rechnung ein konkretes Zahlungsdatum, z. B. „Zahlbar bis zum 15.03.2026“. Damit tritt der Verzug automatisch ein – ohne dass du eine Mahnung schicken musst. Bei Dauerrechnungen gilt: Der Monatsbetrag ist jeweils zum vereinbarten Termin fällig.

03 – AblaufDer Mahnprozess: 4 Stufen bis zum gerichtlichen Mahnverfahren

Rechtlich reicht eine einzige Mahnung, um den Verzug herbeizuführen. In der Praxis hat sich ein abgestuftes Verfahren bewährt, das die Kundenbeziehung schützt und trotzdem konsequent ist:

Der Mahnprozess – Vom Zahlungsziel bis zum Mahnbescheid R Tag 0 Rechnung Zahlungsziel: 14 Tage Konkretes Datum! 1 Tag 17–21 Zahlungserinnerung Freundlich, sachlich Neue Frist: 7–10 Tage Kein Wort „Mahnung“ Erfolgsquote: ~70 % 2 Tag 28–31 1. Mahnung Bestimmt, klar Neue Frist: 7 Tage Verzugszinsen erwähnen Erfolgsquote: ~20 % 3 Tag 38–42 Letzte Mahnung Frist: 5–7 Tage Ankündigung: Inkasso / gerichtl. Mahnverfahren Erfolgsquote: ~8 % 4 Ab Tag 50 Gerichtl. Mahnung oder Inkasso / Anwalt beauftragen Wichtig: Zwischen den Stufen immer prüfen Ist die Rechnung korrekt? Wurde sie zugestellt? Hat der Kunde reklamiert? Gibt es Liquiditätsprobleme? Verzugszinsen ab Tag 30 (B2B) 10,27 % p.a. Basiszinssatz 1,27 % + 9 PP (§288 Abs. 2 BGB) Stand: 01.01.2026 · Quelle: Deutsche Bundesbank Pauschale bei Verzug (B2B) 40,00 € Anrechnung auf Schadensersatz (§288 Abs. 5 BGB) Pro Rechnung, unabhängig von Mahnkosten

Stufe 0: Die Rechnung

Gutes Mahnwesen beginnt bei der Rechnung. Jede Rechnung sollte ein konkretes Zahlungsdatum enthalten, nicht nur „zahlbar innerhalb von 14 Tagen“. Dazu den Hinweis: „Nach Ablauf des Zahlungsziels befinden Sie sich im Zahlungsverzug gemäß §286 Abs. 3 BGB.“ So stellst du sicher, dass der Verzug automatisch eintritt. Alle Pflichtangaben müssen vollständig sein – fehlerhafte Rechnungen sind der häufigste Grund für verzögerte Zahlungen.

Stufe 1: Zahlungserinnerung (Tag 17–21)

3–7 Tage nach Ablauf des Zahlungsziels versendest du eine freundliche Zahlungserinnerung. Kein Vorwurf, keine Drohung – oft hat der Kunde die Rechnung schlicht übersehen. Setze eine neue Frist von 7–10 Tagen. Etwa 70 % aller Fälle lösen sich in dieser Stufe.

Stufe 2: 1. Mahnung (Tag 28–31)

Jetzt wird der Ton bestimmter. Bezeichne das Schreiben klar als „1. Mahnung“. Erwähne, dass sich der Kunde im Verzug befindet und Verzugszinsen anfallen. Neue Frist: 7 Tage. Versende per Einschreiben oder nachweisbar per E-Mail.

Stufe 3: Letzte Mahnung (Tag 38–42)

Letzte Chance. Kündige klar an, dass du nach Fristablauf gerichtliche Schritte einleiten oder ein Inkassounternehmen beauftragen wirst. Frist: 5–7 Tage. Dieses Schreiben immer per Einschreiben mit Rückschein.

Stufe 4: Gerichtliches Mahnverfahren (ab Tag 50)

Wenn alle Stufen ausgeschöpft sind, bleibt das gerichtliche Mahnverfahren. Du beantragst einen Mahnbescheid beim zuständigen Mahngericht (online über mahngerichte.de). Der Schuldner hat 14 Tage Zeit für Widerspruch. Ohne Widerspruch erhältst du einen Vollstreckungsbescheid – damit kannst du zwangsvollstrecken.

04 – Kosten & ZinsenVerzugszinsen & Mahnkosten: Was du verlangen darfst

PostenHöheRechtsgrundlage
Verzugszinsen (B2B)10,27 % p.a. (9 PP + Basiszins 1,27 %)§288 Abs. 2 BGB
Verzugszinsen (Verbraucher)6,27 % p.a. (5 PP + Basiszins 1,27 %)§288 Abs. 1 BGB
Pauschale (B2B)40,00 € pro Rechnung§288 Abs. 5 BGB
Mahngebühren2,50–5,00 € pro Mahnung (tatsächlicher Aufwand)Rechtsprechung
InkassokostenErstattungsfähig als Verzugsschaden§280 Abs. 2 BGB
RechtsanwaltskostenErstattungsfähig als Verzugsschaden§280 Abs. 2 BGB

Basiszinssatz: 1,27 % seit 01.07.2025, unverändert zum 01.01.2026. Quelle: Deutsche Bundesbank

💡 Rechenbeispiel: Verzugszinsen bei 5.000 €

Dein Kunde schuldet 5.000 € netto und ist seit 60 Tagen im Verzug. Verzugszins B2B: 10,27 % p.a. → 5.000 × 10,27 % ÷ 365 × 60 = 84,49 €. Dazu die Pauschale von 40 € → Gesamtforderung: 5.124,49 €.

05 – MusterMusterformulierungen für jede Mahnstufe

💬 Zahlungserinnerung – freundlich

Betreff: Zahlungserinnerung – Rechnung [RE-Nr.] vom [Datum] Sehr geehrte(r) Frau/Herr [Name], sicherlich ist es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, dass die oben genannte Rechnung über [Betrag] € seit dem [Zahlungsziel] offen ist. Wir bitten Sie, den Betrag bis zum [neues Datum] auf das in der Rechnung genannte Konto zu überweisen. Sollte sich Ihre Zahlung mit diesem Schreiben überschnitten haben, betrachten Sie es bitte als gegenstandslos.

⚠️ 1. Mahnung – bestimmt

Betreff: 1. Mahnung – Rechnung [RE-Nr.] vom [Datum] Sehr geehrte(r) Frau/Herr [Name], trotz unserer Zahlungserinnerung vom [Datum] ist die Rechnung über [Betrag] € weiterhin unbeglichen. Sie befinden sich seit dem [Datum Verzugseintritt] im Zahlungsverzug gemäß §286 BGB. Wir fordern Sie auf, den offenen Betrag zuzüglich anfallender Verzugszinsen bis spätestens [Datum, 7 Tage] zu begleichen.

🚨 Letzte Mahnung – Frist mit Konsequenz

Betreff: Letzte Mahnung vor gerichtlichen Schritten – Rechnung [RE-Nr.] Sehr geehrte(r) Frau/Herr [Name], leider ist die Rechnung über [Betrag] € trotz mehrfacher Aufforderung weiterhin offen. Die Gesamtforderung inklusive Verzugszinsen und Pauschale beträgt nun [Gesamtbetrag] €. Wir setzen Ihnen eine letzte Frist bis zum [Datum, 5–7 Tage]. Sollte bis dahin kein Zahlungseingang vorliegen, werden wir ohne weitere Ankündigung ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten bzw. ein Inkassounternehmen beauftragen. Die dabei entstehenden Kosten gehen zu Ihren Lasten.

06 – Mendato MahnwesenSo funktioniert Mahnwesen in Mendato

Allgemeine Buchhaltungssoftware wie sevDesk oder Lexware bietet bestenfalls eine einfache Zahlungserinnerung – aber kein echtes mehrstufiges Mahnwesen, das auf die Gebäudereinigung zugeschnitten ist. Mendato hat ein vollständiges Mahnmodul direkt in der Buchhaltung integriert:

Individuelle Mahnstufen konfigurieren

In Mendato legst du unter Buchhaltung → Einstellungen eigene Mahnstufen an – zum Beispiel: Zahlungserinnerung nach 7 Tagen, 1. Mahnung nach 14 Tagen, letzte Mahnung nach 21 Tagen. Für jede Stufe definierst du den Text, die Frist und ob Verzugszinsen ausgewiesen werden. So passt du den Mahnprozess exakt an dein Unternehmen an.

Mahnung erstellen – mit 3 Klicks

Unter Buchhaltung → Rechnungen siehst du sofort, welche Rechnungen überfällig sind. Über das Kontextmenü (drei Punkte) wählst du „Mahnung erstellen“ – Mendato generiert die Mahnung automatisch auf Basis der hinterlegten Mahnstufe, inklusive korrektem Mahnungstext, Rechnungsnummer und Frist. Text anpassen, absenden – fertig.

Versand per E-Mail oder PDF

Die Mahnung verschickst du direkt als E-Mail oder PDF aus Mendato heraus. Kein Umweg über Word, kein manuelles Zusammensuchen von Rechnungsdaten. Filter „gemahnt“ zeigt dir jederzeit alle laufenden Mahnvorgänge.

Automatische Zahlungszuordnung

Mendato gleicht eingehende Zahlungen automatisch mit offenen Rechnungen ab – per digitalem Kontoauszug (MT940). Sobald der Kunde zahlt, wird die Mahnung automatisch als erledigt markiert. Kein manuelles Abhaken, keine doppelten Mahnungen.

💡 Hilfe-Artikel: Mahnwesen in Mendato einrichten

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung von Mahnstufen und zum Erstellen von Mahnungen findest du im Mendato Hilfebereich.

„Begeistert vom Controlling – schrittweiser Umstieg von Excel zu Mendato für 33 Mitarbeitende.“

– Sebastian Mauß, Immobilien Service Sebastian Mauß (33 Reinigungskräfte)

06b – PräventionZahlungsausfälle vermeiden, bevor sie entstehen

Das beste Mahnwesen ist das, das du nicht brauchst. Drei Maßnahmen, die in der Gebäudereinigung am meisten bringen:

1. Klare Zahlungsziele mit konkretem Datum

Statt „zahlbar innerhalb von 14 Tagen“ schreibst du „Zahlbar bis zum 15.03.2026“. Das schafft Klarheit und automatischen Verzug bei Überschreitung. Bei Dauerrechnungen definierst du feste monatliche Zahlungstermine. Mendato setzt das Zahlungsziel automatisch auf jede Rechnung.

2. Schnelle, fehlerfreie Rechnungsstellung

Rechnung erst 3 Wochen nach Leistungserbringung? Dann beginnt die Zahlungsfrist erst 3 Wochen später. Mendato erstellt Rechnungen direkt aus Auftragsdaten – ausstehende Posten für Unterhaltsreinigungen werden automatisch am Monatsersten erzeugt, für Sonderreinigungen sofort nach Einsatzabschluss. Alle Pflichtangaben sind automatisch enthalten.

3. Automatische Fälligkeitsüberwachung

Wenn du erst am Monatsende merkst, dass drei Rechnungen überfällig sind, hast du schon 30 Tage verloren. Mendato zeigt überfällige Rechnungen sofort im Controlling-Dashboard – nach Objekt, Kunde und KPI. Im Buchhaltungsmodul ist der DATEV-Export inklusive – so hat auch dein Steuerberater alles im Blick.

07 – EskalationWann Inkasso oder Anwalt – und wann nicht

Nicht jeder überfällige Betrag rechtfertigt sofort Inkasso oder Anwalt. Hier eine Orientierung:

SituationEmpfehlung
Kunde reagiert nicht, Forderung < 500 €Gerichtliches Mahnverfahren selbst einleiten (günstig, schnell)
Kunde reagiert nicht, Forderung 500–5.000 €Inkassobüro beauftragen
Kunde reagiert nicht, Forderung > 5.000 €Anwalt einschalten
Kunde widerspricht der ForderungAnwalt – es droht Klage
Kunde hat offensichtliche LiquiditätsproblemeRatenzahlung anbieten, frühzeitig sichern
Langjähriger Großkunde, einmalige VerzögerungPersönliches Gespräch, Kulanz zeigen

Mehr zum Thema Inkasso, Factoring und was zu tun ist, wenn ein Kunde dauerhaft nicht zahlt: Kunde zahlt nicht – was dann?

⚠ Achtung: Reinigungsvertrag nicht voreilig kündigen

Wenn ein Kunde nicht zahlt, ist die Versuchung groß, die Reinigung einzustellen. Vorsicht: Ohne außerordentliche Kündigung (die einen wichtigen Grund erfordert) kannst du nicht einfach aufhören. Erst bei erheblichem Zahlungsverzug (Faustregel: 2+ Monatsbeträge) und nach erfolgloser letzter Mahnung kommt eine fristlose Kündigung in Betracht. Im Zweifelsfall: Anwalt fragen.

08 – FazitKonsequent mahnen, professionell bleiben

Mahnwesen ist kein Konflikt – es ist ein Geschäftsprozess. Wer klare Zahlungsziele setzt, schnell rechnet und systematisch mahnt, bekommt sein Geld in über 95 % der Fälle, ohne die Geschäftsbeziehung zu beschädigen.

Entscheidend ist die richtige Software: Allgemeine Buchhaltungsprogramme wie sevDesk oder Lexware bieten kein integriertes Mahnwesen mit konfigurierbaren Stufen. Mendato hat ein vollständiges Mahnmodul in der Buchhaltung: individuelle Mahnstufen, Mahnung per Klick aus der offenen Rechnung, automatische Zahlungszuordnung per MT940 und DATEV-Export. Dazu kommen Dauerrechnungen, E-Rechnungen und Echtzeit-Controlling – alles in einer Branchensoftware für Gebäudereiniger.

„Von Tooltime, Lexware und BüroEasy zu Mendato – nutzt es vollständig und ist begeistert vom Controlling.“

– Philipp Lange, Glas- und Gebäudereinigung Philipp Lange GmbH (50+ RK)

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09 – FAQHäufig gestellte Fragen

Wie viele Mahnungen muss ich schicken, bevor ich rechtliche Schritte einleite?

Rechtlich gesehen: keine. Sobald der Schuldner in Verzug ist (z. B. 30 Tage nach Rechnungszugang), kannst du direkt ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten. In der Praxis hat sich aber ein dreistufiges Verfahren etabliert – Zahlungserinnerung, 1. Mahnung, letzte Mahnung – weil es die Kundenbeziehung schont und oft zum Erfolg führt.

Ab wann darf ich Verzugszinsen berechnen?

Ab dem Zeitpunkt des Verzugs. Bei B2B-Rechnungen tritt der Verzug automatisch 30 Tage nach Rechnungszugang ein (§286 Abs. 3 BGB), sofern der Kunde darauf hingewiesen wurde. Der Verzugszinssatz bei B2B beträgt 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz – aktuell also 10,27 % p.a. (Stand: 01.01.2026).

Darf ich Mahngebühren verlangen?

Ja, aber nur den tatsächlich entstandenen Aufwand. Gerichte erkennen in der Regel 2,50–5 € pro Mahnung als angemessen an. Zusätzlich hast du bei B2B einen Anspruch auf eine Pauschale von 40 € (§288 Abs. 5 BGB), die auf weitere Schadensersatzansprüche angerechnet wird.

Was ist ein gerichtlicher Mahnbescheid und was kostet er?

Ein gerichtlicher Mahnbescheid ist eine amtliche Zahlungsaufforderung des Gerichts. Du beantragst ihn beim zuständigen Mahngericht (online über mahngerichte.de). Die Kosten richten sich nach dem Streitwert – bei 5.000 € Forderung zum Beispiel ca. 73 € (halbe Gerichtsgebühr). Der Schuldner hat 14 Tage Zeit, Widerspruch einzulegen.

Wie verhindere ich Zahlungsausfälle von vornherein?

Drei Maßnahmen wirken am besten: Erstens, klare Zahlungsziele mit konkretem Datum auf jeder Rechnung. Zweitens, professionelle Rechnungsstellung mit allen Pflichtangaben direkt nach Leistungserbringung. Drittens, automatische Fälligkeitsüberwachung per Software – so erkennst du überfällige Rechnungen sofort statt erst am Monatsende.