Freiberufler Steuern

Schritt für Schritt Anleitung für Freiberufler Steuern

Eine Steuernummer für Freiberufler ist unerlässlich. Das Thema Freiberufler und Steuern ist für viele Unternehmer negativ besetzt.


  • Welche Steuern muss ich zahlen?
  • Wann sind diese fällig?
  • Was muss ich bei der Steuererklärung beachten?


Wir helfen dir im Folgenden, Licht in den Steuerdschungel zu bringen.

In einem Bildschirm wird gezeigt wie ein Freiberufler steuern ausfüllt

Welche Steuern zahlen Freiberufler?

Freiberufler wie Ärzte, Notare, Rechtsanwälte oder Architekten müssen wie natürliche Personen Einkommensteuer entrichten.

Dazu geben sie jährlich eine Steuererklärung für Freiberufler ab, für die sie eine Freiberufler Steuernummer benötigen.

Diese beantragst du bei deinem zuständigen Finanzamt vor der Geschäftseröffnung.


Wie ermitteln Freiberufler ihre Steuern?

Die Steuern von Freiberuflern hängen von deren Erlösen und Aufwendungen ab. Der Gewinn des Freiberuflers ist die Grundlage seiner Einkommensbesteuerung.


Den Gewinn ermitteln Freiberufler aus der Differenz von Umsatzerlösen und betrieblichen Kosten mithilfe einer einfachen Gegenüberstellung in der Einnahmenüberschussrechnung.

 

Diese ist Bestandteil der Steuererklärungsunterlagen, die unter der Steuernummer für Freiberufler zusammengefasst sind.


Welche Besonderheiten weist die Umsatzsteuer für Freiberufler auf?

Die Finanzbehörde ordnet auf Antrag dem Freiberufler eine Umsatzsteuer ID zusätzlich zur Steuernummer für Freiberufler zu.


Auf Warenlieferungen und Dienstleistungen in Deutschland müssen Freiberufler Umsatzsteuer bzw. Mehrwertsteuer berechnen. 


Der Regelsatz liegt bei 19 Prozent. Für bestimmte Leistungen wie Bücher wird ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent erhoben.

 

Andere Leistungen wie Finanzdienstleistungen sind umsatzsteuerfrei. Die Steuersätze müssen korrekt auf deinen Rechnungen ausgewiesen werden, ebenso wie die Freiberufler Steuernummer und Freiberufler Umsatzsteuer ID.

 

Dabei hilft dir ein professionelles Rechnungsprogramm wie unseres: Warum der Steueraufwand durch ein Rechnungsprogramm wie Mendato geringer wird.


Welche Erleichterungen dürfen Kleinunternehmer in Anspruch nehmen?

Als Kleinunternehmer müssen Freiberufler keine Umsatzsteuer berechnen.


Mit geringen Umsätzen, die unter 17.500 Euro im Vorjahr sowie 50.000 Euro im laufenden Jahr bleiben, dürfen Selbstständige von der vereinfachten Buchhaltung Gebrauch machen. 


Du musst keine Umsatzsteuer als Freiberufler abführen und dennoch deiner Steuererklärung für Freiberufler eine Umsatzsteuererklärung beifügen.


Vorsteuer darfst du beim Finanzamt nicht geltend machen, die von dir auf betriebliche Ausgaben entrichtete Umsatzsteuer als Freiberufler bekommst du nicht zurückerstattet.

Wann ist eine Umsatzsteuervoranmeldung abzugeben?

Freiberufler, die keine Kleinunternehmer sind, müssen Umsatzsteuer auf Rechnungen ausweisen. Sie müssen monatlich oder vierteljährlich unter ihrer Umsatzsteuer ID Freiberufler bis zum 10. Tag nach dem Anmeldezeitraum eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben.

 

Der Rhythmus hängt davon ab, wie hoch die jährliche Einkommensteuerzahlung des Unternehmers ist. Beträgt sie mehr als 7.500 Euro, ist das Formular jeden Monat zu erstellen.

 

Wenn du unter 1.000 Euro Einkommensteuer zahlst, musst du nur einmal im Jahr die Umsatzsteuer vorweg anmelden. Die von deinen Kunden erhaltene Umsatzsteuer musst du pünktlich an das Finanzamt abführen. Ansonsten zahlst du ggf. einen Verspätungszuschlag.

Was bedeutet Steuervorauszahlung?

Freiberufler mit Steuern, die im Voraus abzuführen sind, leisten eine Abschlagszahlung auf die zu erwartende Einkommensteuer.

 

Der freiberuflich Tätige erhält vom Finanzamt unter seiner Freiberufler Steuernummer einen Bescheid zur Steuervorauszahlung während des Kalenderjahres.

 

Deren Höhe richtet sich nach vorangegangenen Steuerbescheiden oder Schätzungen wie bei Gründern. Die tatsächliche Steuerschuld wird nach Abgabe der Steuererklärung des Freiberuflers mit der Vorauszahlungssumme verrechnet.

 

So bleibt dir eine hohe Steuernachzahlung erspart.

So senken Freiberufler ihre Steuern

Steuern sparen können Freiberufler, indem sie ihre Besteuerungsgrundlage, den betrieblichen Gewinn, vermindern. Dies kann durch zusätzliche Kosten und absetzbare Maßnahmen erfolgen, beispielsweise durch:

  • Aus- und Weiterbildungskosten
  • Anschaffung geringwertiger Wirtschaftsgüter bis 800 Euro, wie Laptop oder Kopierer
  • Beiträge zur privaten Altersvorsorge
  • Überwiegend betriebliche Nutzung des PKW

Es gibt noch andere Möglichkeiten, seine Steuerlast zu senken. Um den Spielraum der Steuersenkungsmaßnahmen legal auszuschöpfen, müssen Freiberufler die Steuergesetzgebung kennen.


Daher empfiehlt sich die Hinzuziehung eines Steuerberaters, um deine Steuerschuld zu minimieren. Es zahlt sich langfristig aus, die Steuererklärung als Freiberufler durch einen Steuerberater erledigen zu lassen.  


Zum Nachlesen: Als Freiberufler Steuern zahlen: das sollten Selbstständige wissen

 

Zusammenfassung

Steuern für Freiberufler müssen nicht anstrengend sein. Ein Rechnungs- und Buchhaltungsprogramm mit Einnahmenüberschussrechnung sowie ein Steuerberater erleichtern dir die Arbeit erheblich.


Bei den Steuern für Freiberufler müssen Kleinunternehmer nur die Einkommensteuer beachten, es fallen weder Vorsteuer noch Umsatzsteuer an.


Freiberufler, die jedoch keine Kleinunternehmerregelung anwenden dürfen, müssen Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen und Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben.


Freiberuflich Selbstständige können dabei die Ist-Versteuerung anwenden, müssen also die Umsatzsteuer erst überweisen, wenn der Kunde ihre Rechnung bezahlt hat.